Erdungsband

Erdungsbänder verzinkt oder Edelstahl in den Qualitäten A2 oder A4 und den Abmessungen 30 x 3,5 mm, 40 x 4 mm oder 40 x 5 mm

Erdungsband

SKU Bild Name Beschreibung
100014 Erdungsband verzinkt 30 x 3,5 mm-25 kg Erdungsband verzinkt 30 x 3,5 mm-25 kg verzinktes Erdungsband Abm. 30 x 3,5 mm Rolle: 25 kg
100016 Erdungsband verzinkt 30 x 3,5 mm-50 kg Erdungsband verzinkt 30 x 3,5 mm-50 kg verzinktes Erdungsband Abm. 30 x 3,5 mm Rolle: 50 kg
100022 Erdungsband verzinkt 40 x 4 mm-50 kg Erdungsband verzinkt 40 x 4 mm-50 kg verzinktes Erdungsband Abm. 40 x 4 mm Rolle: 50 kg
100024 Erdungsband verzinkt 40 x 5 mm-50 kg Erdungsband verzinkt 40 x 5 mm-50 kg verzinktes Erdungsband Abm. 40 x 5 mm Rolle: 50 kg
100028 Erdungsband V2A 30 x 3,5 mm-25 kg Erdungsband V2A 30 x 3,5 mm-25 kg V2A Erdungsband Abm. 30 x 3,5 mm Rolle: 25 kg
100031 Erdungsband V4A 30 x 3,5 mm-25 kg Erdungsband V4A 30 x 3,5 mm-25 kg V4A Erdungsband Abm. 30 x 3,5 mm Rolle: 25 kg
100032 Erdungsband V4A 30 x 3,5 mm-50 kg Erdungsband V4A 30 x 3,5 mm-50 kg V4A Erdungsband Abm. 30 x 3,5 mm Rolle: 50 kg
100035 Erdungsband V4A 40 x 4 mm-50 kg Erdungsband V4A 40 x 4 mm-50 kg V4A Erdungsband Abm. 40 x 4 mm Rolle: 50 kg / 39 m

Was ist ein Erdungsband ?

Blitze sind ein faszinierendes Naturschauspiel, doch trotz ihrer Schönheit auch gefährlich. Ein Blitzeinschlag setzt enorme Energien frei, die nicht nur Brände entfachen, sondern auch Überspannungs- und Bauwerksschäden verursachen können.

Ein sachgerecht installierte Erdungsanlage schützt das Gebäude, technische Geräte und Personen vor den Folgen eines Blitzeinschlages, in dem sie die elektrische Energie des Blitzes sicher und zuverlässig ableitet.

Ein zentrales Element professioneller Erdungsanlagen ist das Erdungsband.

Bei einem Erdungsband handelt es sich um einen flachgewalzten Metallstreifen, der in der Regel aus verzinktem Stahl, nicht-rostendem Edelstahl oder Kupfer besteht. Es stellt in der Erdungsanlage die Verbindung zwischen dem Gebäude (Blitzableiter) und dem Erdreich her und leitet die extreme elektrische Spannung des Blitzes sicher und schnell ab.

Welche Arten von Erdungsband gibt es?

Erdungsband gibt es in verschiedenen Abmessungen und Materialien. 

Welche Materialien und Abmessungen verwendet werden, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:

  • Bodenverhältnisse: Wo wird das Erdungsband verlegt? Gibt es klimatische Besonderheiten? (Spezifischer Erdungswiderstand je nach Bodenart, jahreszeitliche Schwankungen)
  • Ansprüche an die Korrosionsbeständigkeit
  • In welche Blitzschutzklasse fällt das Gebäude? Gemäß DIN EN 62305-1 gibt es vier Blitzschutzklassen
  • Normen und Vorschriften: Welche Vorschriften sind zu beachten?
  • Kosten 

 

In der Regel werden Erdungsbänder aus folgenden Materialien verwendet:

  • verzinkter Stahl
  • nicht-rostender Edelstahl
  • Kupfer

Jedes Material hat spezifische Vor- und Nachteile, wie folgende Tabelle zeigt:

 

Material Vorteile Nachteile
Verzinkter Stahl
  • kostengünstig
  • gute Festigkeit
  • zulässig im Beton des Fundaments
  • geringere Leitfähigkeit als z.B. Kupfer
  • nicht zulässig außerhalb des Fundaments im Erdreich
  • geringere Korrosionsbeständigkeit als z.B. Edelstahl V4A
Kupfer
  • sehr gute Leitfähigkeit
  • flexibel und gut verarbeitbar
  • gute Korrosionsbeständigkeit im Erdreich
  • teuer
  • Kontaktkorrosion möglich
  • nicht zulässig als Fundamenterder im Beton, da es ungüsntig mit Beton reagiert
Edelstahl V2A
  • korrosionsbeständig
  • langlebig
  • günstiger als V4A
  • teurer als verzinkter Stahl
  • geringere Leitfähigkeit als Kupfer
  • nicht zulässig im Erdreich
Edelstahl V4A
  • s. Edelstahl V2A
  • enthält Molybdän, dadurch sehr gute Korrosionsbeständigkeit
  • zulässig außerhalb des Fundements im Erdreich
  • teurer als V2A
  • geringere Leitfähigkeit als Kupfer

 

Erdungsband ist nicht nur in unterschiedlichen Materialien erhältlich, sondern auch in verschiedenen Abmessungen, weil je nach Anwendung andere Ansprüche an des Erdungsband gestellt werden.

 

Je größer der Querschnitt des Erdungsbandes, desto besser ist seine Leitfähigkeit.

Dickere und breitere Bänder sind aus außerdem mechanisch robuster und widerstandsfähiger gegenüber Umwelteinflüssen. Sie sind jedoch teurer als Erdungsbänder mit kleinem Querschnitt. Hier gilt es zwischen Kosten und Anforderugen abzuwägen.

Dabei sind auch länderspezifische Vorgaben und Normen hinsichtlich der Mindestabmessungen von Erdungsbändern zu berücksichtigen.

 

Wie verlegt man Erdungsband?

Erdungsband kann sowohl für die Installation eines Ringerders, als auch einen Fundamenterders verwendet werden. Die richtige Verlegung ist entscheidend für die Effizienz der Erdungsanlage.

  1. Fundamenterder: Beim Fundamenterder wird das Erdungsband innerhalb des Fundaments oder der Bodenplatte verlegt. Dabei ist die richtige Tiefe entscheidend, wenn die Erdungsanlage effektiv arbeiten soll. Es ist darauf zu achten, dass das Erdungsband mit einer mindestens 5 cm dicken Betonschicht umhüllt sein muss, damit es nicht korrodiert. Der Erder muss mit der Bewehrung der Bodenplatte verbunden werden. Bei großen Fundamenten müssen Querverbindungen eingeplant werden.
  2. Ringerder: Ein Ringerder ist erforderlich, wenn ein erhöhter Widerstand ins Erdreich besteht. Die ist z.B. bei Wu-Betonkonstruktionen der Fall. Das Erdungsband wird hier außerhalb des Fundaments ringförmig um das Gebäude verlegt. Es ist zu beachten, dass aufgrund der hohen Korrosionsbelastung kein verzinktes Erdungsband zu lässig ist. Es zwingend nichtrostender Stahl zu verwenden.

Wichtige Hinweise:

  • Planung und Installation muss durch eine Elektro- oder Blitzschutzfachkraft erfolgen
  • Einhaltung von Normen und Vorgaben
  • Dokumentation: Die Lage des Erders sollte fotografisch und/oder zeichnerisch festgehalten werden